Morgen letzter Tag?

Juli 7, 2015 von Susa | Keine Kommentare

… für die Jungen Elbtalforscher des Sommer-Schulhalbjahres 2015. Geschafft. Wir präsentieren stolz all unsere Werke morgen um 15 Uhr in der 8.GS im Bewegungsraum. Alle Eltern und ErzieherInnen sind herzlich eingeladen. Dort gibt es eine Zusammenstellung unserer gelaufenen Missionen. Ab September werden diese Werke in der Bibliothek Pieschen ausgestellt.

Unsere gelaufenen Missionen.

Kling-Klang -wie klingt Dein Stadtteil?

Ab März und April haben wir den Tönen und Geräuschen unseres Stadtteils gelauscht, laut und leise unterschieden und einige davon in unsere Tablets eingefangen und zur einer Klangcollage in Medienhaus Casablanca hörbar gemacht. Aber lauscht selbst: (link)

 

Im Mai eroberten wir den Stadtteil unter der Mission:

Wie isst Dein Stadtteil?

Das waren köstliche Entdeckungstouren. Zuerst führte unsere Route uns in das Frühgemüsezentrum nach Kaditz. Zwischen scheinbar endlosen Reihen standen hunderte von Tomaten- und Gurkenpflanzen. Im warmen grünen Dschungel lauschten wir den Worten von Herrn Grießig. Anzucht, Veredlung, Aufzucht, Wasserbedarf, Blüten, Hummeln, Reife, Ernteschlitten, regionaler Verkauf und letztendlich, dass die krummen Gurken auch verarbeitet werden. Echt viel gab es da zu hören und zu sehen. Und eben, dass die Gurkenpflanze  ursprünglich aus dem Dschungel stammt. Hat ja auch so filigrane Ranken. Zwischen alten und neuen Gewächshäusern entdeckten wir einen regionalen Schatz. Der Dresdner graue Rettich. Ein Kulturgut. Diese Pflanze wurde durch private Gärtner in Dresden erhalten.

Unsere zweite Route zum Thema Essen führte durch den Stadtteil. Unsere Tablets lotsten uns zu einem türkischen Bäcker. Wir kosteten Baklavar eine sehr süße Speise. Nächste Station: Der Frankreichladen -savior vivre-. Wir eroberten echte französische Kaubonbons. Wir fragten den Chef des Hauses nach seinem Namen und stellten fest, dass er kein Franzose ist.  Gegenüber lag gleich unser nächstes Ziel. Ein Geschäft mit langer Tradition. Der Fleischerladen Bernhard, Meister seines Handwerks und schon lange im Kiez angesiedelt. Hier haben wir Wiener geschenkt bekommen, jeder eine wer eine wollte. Der nächste Ort Mashariki -Tast of Afrika-. In dem kleinen Restaurant werden leckere afrikanische Speisen angeboten. Letzter Ort der Route, der Platz vor dem Elbcenter. Am weißblauen Zirkuswagen erfragten wir die Zusammensetzung von Softeis. Leider waren unsere Zeit und unser Geld sehr knapp für ein Eis. Na und, wir hatten ja schon viel probiert auf dieser Tour.

Das letzte Ziel dieser Mission, der Gemeinschaftsgarten -Aprikosen für Alle- in Pieschen. Hier gärtnern Pieschnern und Pieschnerinnen. Angebaut werden frisches Obst, Gemüse und Kräuter. Und es gibt Bildungsangebote und Tauschangebote zum Gärtnern und auch einige Bienenkästen stehen im Garten. Ein riesiger Garten, der neben den vielen Reihen an Beeten voll Obst, Gemüse, Krauter und Blumen auch noch einen Irrgarten, ein Labyrinth, ein Kompostklo, ein Brunnen in Amphitheaterform und viel Platz zum Rumtollen bietet. Ein wunderbarer Ort im Stadtteil. Hier entsteht Kulturleben pur.

Unsere letzte Mission: Viele Dörfer- eine Stadt.

Dabei entdeckten wir, dass unser Stadtteil ursprünglich ein Dorf war. Es gibt sie noch die alten Bauernhäuser in Pieschen. Wir haben sie entdeckt in Altpieschen, dem Dorfkern.  Die Menschen lebten dort hauptsächlich davon, was sie ihr Grund und Boden hergab, aber auch vom Fischfang. Aber ein ganz besonderes Ereignis, für einige dörfliche Gemeinden um Dresden herum, war es, als die erste Fernbahnlinie zwischen Leipzig und Dresden entstand. Diese führte auch über die Felder der Bauern von Pieschen. Eine Bahnstation gab es bald und nördlich der Fernbahnstrecke siedelten sich ersten Maschinenwerke an. Viele Menschen kamen nach Pieschen, um in den neuen Werken zu arbeiten. Anfangs gab es zu wenige Wohnungen für die Arbeiter. Ein Ort dieser  Tour war das Obdachlosenasyl. Wir waren sehr erstaunt, dass dort auch einst auch viele Familien lebten. Bald wurden viele Mietshäusern gebaut. In der Gründerzeit entstanden viele Bauten die Pieschen bis heute prägen. Pieschen entwickelte sich nun zu einem Arbeiterviertel. Die Bürgerstraße, das Rathaus und die Markuskirche bildeten sich als neues Zentrum heraus, bis in die heutige Zeit. Und was ist jetzt? Wohnungen werden hier scheinbar immer gebraucht, denn es wird viel gebaut in Pieschen. Pieschen hat auch einiges zu bieten. Aber was genau macht unseren Stadtteil attraktiv und wie können seine Besonderheiten bewahrt werden? Wollen wir hier im Stadtteil nur alles konsumieren und schlafen. Oder gibt es da was, was wir selber machen wollen? Was wir uns in Zukunft für unseren Stadtteil wünschen? Was brauchen wir hier? Was soll werden? Was will ich und was willst Du?

Dafür brauchen wir noch eine Mission mehr, damit wir herauszufinden was wir in Pieschen wirklich brauchen?

So nun dickes Dankeschön für Alle, die uns bei der Arbeit unterstützt haben. An die Kinder, die Eltern, den HorterzieherInnen, die Stadtteilakteure. An die Menschen die uns weitergeholfen haben. Es war schön.

 

 

 

 

 

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März 12, 2015
von Susa
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Kling Klang, die Stra­ße entlang.

Auf geht’s zu neuen Missionen.

DSCF1199.jpeg (RGB)-1Jetzt werden wir mal unsere Schatzkiste wieder füllen mit  Tönen, Geräuschen und Klängen? Wir gehen raus zu Orten, wo es laut, leise oder fast still sein wird?  Wir hören genau hin  und machen uns ein Bild von den Geräuschen an Ort und Stelle. Wer gibt hier und da den Ton an? Ist ein Baum wirklich stumm? Warum läutet die Kirchenglocke eigentlich?

Am Ende haben wir viele Töne gesammelt und wollen sie dann zu einem Klang-Puzzle zusammensetzen.  Aber wie? Mit viel Glück treffen wir  auch noch den Meister des Klänge, der uns beim  Zusammenstellen des Klangpuzzle gerne helfen wird. Entdecke Deine Stärken.

Diese Tour ist gelaufen.

 

März 12, 2015
von Susa
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Schatzmeister von Pieschen

Neun junge Schatzsucher und drei alte Spurenleser begaben sich  in den Winterferien auf ihre erste Mission in Richtung Dorfanger Alttrachau. Am ersten Cache erwartete uns ein geheimnisvoller Blick von einem Mann mit goldenem Strohhut.  Theodor Rosenhauer schaut von einem Plakat auf uns. Wir entdeckten, dass der Maler über 90 Jahre in Trachau lebte und  arbeitete. Er kannte hier jeden Stein und Nachbarn.  Wir erfahren einiges aus seinem Leben und was seine bevorzugten Motive waren. Alle Eindrücke wurden in den elektronischen Schatzkisten, den Tablets,  konserviert. Aber seht selbst.
<hier kommt noch ein Film rein, den muss ich aber erst mal kleinrechnen…>


Dann ab Mitte der Woche erfuhren wir ganz viel Neues zum Thema Streetart. Etwas ganz Besonderes waren die Interviews mit dem Streetart Künstler ANDY K und mit Fabiane. Fabiane ist Kulturmanagerin und kennt sich mit Streetart gut aus und ANDY K ist eine Koryphäe. Streetart ist sein Leben. Ein sehr inspirierender Tag, wir haben jetzt know how um eigene Sticker zu gestalten, wissen wer Banksy ist, was legal und was illegal ist, wo es  das Equipment gibt und welche unterschiedlichen  Formen von Streetart es gibt  und vieles mehr. Gerne wollen wir noch mehr Kindern Einblicke zu Streetart geben. Dieser Tag ist super gut angekommen.

Wer mehr rund um  Urban Art erleben  möchte, der sichere sich diesen Termin : 4. Ferienwoche 2015 im Emmers. Jede Menge Workshops zum Thema.
Den letzten Ferientag verbrachten wir in der Galvanowerkstatt und gaben uns der Gestaltung von Grafiken hin.

Dank für all die schönen Werke und das werkeln mit Euch, das hat uns viel Spass gemacht.  Ein dickes Dankeschön auch an die Menschen, die  in der Ferienwoche für unser Wohlbefinden rundrum gesorgt haben.